Hausbau im deutschsprachigen Raum – Land für Land richtig geplant.

DeutschlandGrundrisse & Ideen

Bungalow bauen: Grundriss nach Größe, Zonen und Form planen

Bungalow-Grundriss planen: was sich bei 100, 120 oder 150 m² ändert, Wohn- und Schlafflügel, Winkel- oder Atriumform, Flachdach, Barrierefreiheit.

Stand:

Historische, kolorierte Grundrisszeichnung eines eingeschossigen Bungalows mit Schlafzimmern, Wohnraum, Küche und Veranda
Bungalow-Grundriss um 1900 (Ernest Geldart, Metropolitan Museum of Art): Das Prinzip – alle Räume auf einer Ebene – gilt bis heute.Foto: Ernest Geldart, CC0, via Wikimedia Commons
Inhalt dieser Seite15 Abschnitte

Kurz gesagt

Wie plant man einen Bungalow-Grundriss richtig?

Ein Bungalow-Grundriss funktioniert, wenn er in Zonen gedacht wird: ein Eingang als Gelenk, ein Wohnflügel zum Garten, ein Schlafflügel zur ruhigen Seite und eine Funktionszone, die den Keller ersetzt. Die Form – Riegel, Winkel, U oder Atrium – folgt dem Grundstück und dem Bebauungsplan, weil alle Räume auf einer Ebene mehr Grundfläche brauchen. Ohne Dachschrägen zählen alle Räume mit ausreichender lichter Höhe nach der Wohnflächenverordnung zu 100 %[gesetze-im-internet.de, 30.10.2026]; Terrassen in der Regel nur zu 25 %[gesetze-im-internet.de, 30.10.2026]. Barrierefrei wird der Bungalow erst durch schwellenlose Details, nicht schon durch die fehlende Treppe.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zonen statt Zimmerliste. Eingang, Wohnen, Schlafen und Funktion sind die vier Bausteine; die Lage zueinander entscheidet über die Qualität.
  • Die Form folgt dem Grundstück. Breite, Tiefe und Ausrichtung bestimmen, ob Riegel, Winkel oder Atrium passt.
  • Flure kurz halten. Lange Gänge sind der typische Flächenverlust im Bungalow.
  • Kein Keller, also Funktionszone. Hauswirtschaft, Technik und Stauraum brauchen Platz auf der Wohnebene.
  • Licht für die Mitte. Tiefe Grundrisse brauchen Oberlichter oder einen Innenhof.
  • Barrierefreiheit planen. Die Ebene allein reicht nicht; Schwellen, Türen und Bewegungsflächen gehören in die Planung.

Die vier Zonen eines Bungalows

Eingangszone. Haustür, Garderobe, Gäste-WC und der Zugang zur Funktionszone. Sie ist das Gelenk, von dem aus die Flügel abgehen; ein Windfang hält Wärme und Blicke ab.

Wohnflügel. Küche, Essplatz und Wohnbereich, offen oder halboffen, mit großen Öffnungen zur Terrasse. Er liegt zur sonnigen Gartenseite, im Westen oder Süden.

Schlafflügel. Elternschlafzimmer, Kinder- oder Gästezimmer, Bad. Er liegt zur ruhigen Seite und wird durch einen kurzen Flur oder eine Ankleide vom Wohnflügel getrennt. Wie das Schlafzimmer auf der Eingangsebene im Detail liegt, zeigt der Ratgeber Schlafzimmer im Erdgeschoss.

Funktionszone. Hauswirtschaftsraum, Haustechnik, Vorrat, Abstellraum, oft mit Zugang zu Carport oder Garage. Sie ersetzt den Keller und braucht deshalb mehr Fläche als im Haus mit Untergeschoss. Wie ein Hauswirtschaftsraum organisiert wird, beschreibt Grundriss mit Hauswirtschaftsraum.

Raumprogramm: Raum, Zone, Lage, Anforderung

Die Tabelle nennt bewusst keine Quadratmeter. Wie viel Fläche Ihr Haushalt braucht, rechnet der Wohnflächen-Bedarfsrechner aus Haushaltsgröße und Raumliste.

Raum Zone Lage und Orientierung Anforderung
Windfang und Garderobe Eingang Straßenseite, Nähe Carport Stauraum für Jacken, Schuhe, Kinderwagen oder Rollator
Gäste-WC Eingang nahe Haustür, nicht am Essplatz später mit Dusche nachrüstbar
Küche Wohnen Gartenseite oder Morgensonne, kurzer Weg zur Funktionszone Arbeitsflächen in erreichbarer Höhe, Bewegungsfläche vor der Zeile
Essen und Wohnen Wohnen Süden oder Westen, direkter Terrassenzugang schwellenloser Austritt
Arbeitszimmer Übergang zwischen Eingang und Schlafflügel als Puffer auch als Gäste- oder Pflegezimmer nutzbar
Elternschlafzimmer Schlafen Ostseite (Morgensonne), zum ruhigen Gartenteil abseits der Hauptterrasse Bad angrenzend, Ankleide als Schallpuffer, auf Wunsch eigener kleiner Austritt
Kinder- oder Gästezimmer Schlafen ruhige Seite, Abstand zum Elternbereich gleichwertige Zimmer, Fenster zum Garten
Bad Schlafen zwischen Schlafräumen, Zugang vom Flur bodengleiche Dusche, Bewegungsflächen
Hauswirtschaftsraum Funktion nahe Küche und Bad, gern mit Außentür Waschmaschine, Trockner, Ausguss
Technik und Vorrat Funktion Außenwand, nahe Hausanschluss Platz für Speicher, Lüftungsgerät, Regale

Wer zu Hause arbeitet, findet zur Lage des Arbeitszimmers mehr im Ratgeber Grundriss mit Arbeitszimmer; für Familien zeigt Grundriss für eine Familie mit drei Kindern, wie sich mehrere Kinderzimmer anordnen.

Bungalow-Grundrisse nach Größe: was sich zwischen 100 und 150 m² ändert

Wer nach Bungalow-Grundrissen sucht, nennt meist eine Wohnfläche: 100, 120, 130 oder 150 m². Diese Zahl ist ein Ziel, kein Grundrisstyp. Welche Räume hineinpassen, hängt von Form, Flurlänge und Funktionszone ab – und im Bungalow wachsen mit jedem zusätzlichen Quadratmeter Wohnfläche auch Bodenplatte und Dachfläche. Die Übersicht zeigt deshalb keine fertigen Grundrisse, sondern die Planungsfragen, die in der jeweiligen Größenordnung typischerweise den Ausschlag geben.

Zielgröße im Suchbegriff Was den Grundriss meist bestimmt Prüffrage für Ihre Planung
um 100 m² Jeder Flurmeter fehlt einem Zimmer; Bad, Hauswirtschaft und Technik müssen eng zusammenliegen Lässt sich ein Zimmer doppelt nutzen – Arbeiten, Gäste, später Pflege? Reichen ein Bad und ein Gäste-WC?
um 120 bis 130 m² Mehr Spielraum für getrennte Wohn- und Schlafflügel und eine vollwertige Funktionszone statt Kellerersatz in Nischen Lohnt ein Winkel statt eines Riegels? Wird ein zweites Bad gebraucht oder genügt eine Dusche am Gäste-WC?
um 150 m² und mehr Tiefe und Flurlängen werden zum Hauptthema; innenliegende Räume brauchen Tageslicht Braucht die Mitte Oberlichter oder einen Innenhof? Lässt die Grundflächenzahl die Fläche auf einer Ebene überhaupt zu?
mit Einliegerwohnung Zweiter Eingang, eigene Küche und eigenes Bad auf derselben Ebene, längere Fassade Soll die zweite Einheit als eigene Wohnung gelten und gefördert werden?

Prüfen Sie außerdem, was eine Flächenangabe meint: Wohnfläche nach Wohnflächenverordnung oder Grundfläche. Terrassen zählen nur anteilig, Technikräume als Zubehörräume gar nicht – zwei Angebote mit derselben Quadratmeterzahl können deshalb unterschiedlich viel Wohnraum bieten. Die Fläche, die Ihr Raumprogramm tatsächlich braucht, rechnet der Wohnflächen-Bedarfsrechner aus; die Zahl im Suchbegriff sollte das Ergebnis dieser Rechnung sein, nicht ihr Ausgangspunkt.

Bungalow mit Einliegerwohnung

Eine Einliegerwohnung im Bungalow liegt auf derselben Ebene wie die Hauptwohnung. Das macht beide Einheiten ohne Treppe nutzbar – etwa für Eltern oder als spätere eigene Wohnung im Alter –, verlangt aber einen eigenen Zugang, eine eigene Küche und ein eigenes Bad. Die zusätzliche Fläche geht vollständig in die Grundfläche und damit in Bodenplatte, Dach und Grundflächenzahl. Am besten funktioniert die Einheit als eigener Flügel mit Eingang an der Straßenseite, getrennt vom Garten der Hauptwohnung. Wann die zweite Einheit als eigene Wohnung gilt und wie sie gefördert wird, erklärt Einliegerwohnung bauen.

Grundrissformen im Vergleich

Bungalowformen nach Grundstück und Nutzung (qualitativ)
Bungalowformen nach Grundstück und Nutzung (qualitativ)
FormGrundstückFlurlängePrivatsphäreHüllfläche und Kosten
Rechteck oder RiegelSchmal und tief oder breit und flachLang, wenn Wohnen und Schlafen hintereinander liegenMittel; Trennung über Flur oder KernKompakt, wirtschaftlich
Winkel (L-Form)Eher breit, Ecklage günstigKurz, Gelenk im KnickGut: Flügel getrennt, Terrasse im Winkel geschütztMittel
U-Form oder AtriumGroß, eher quadratischLang, wenn um den Hof geführtSehr gut: Innenhof nicht einsehbarHoch: viel Fassade
T-FormBreit, mittlere TiefeKurz, Eingang im SchnittpunktGut: drei Flügel trennbarMittel bis hoch
Versetzter BungalowHanglage oder unregelmäßiger ZuschnittMittelGutMittel; Versätze kosten Detailaufwand

Je kompakter die Form, desto weniger Außenwand, Dachrand und Fundamentlänge pro Wohnfläche – das senkt Baukosten und Wärmeverluste. Winkel und Atrium kaufen Privatsphäre und Gartenbezug mit Hüllfläche. Welche Bauweise welche Formen gut abbildet, zeigt der Vergleich der Bauweisen.

Zonenschema eines Winkelbungalows

Ein schematischer Grundriss in Textform – Nord oben, Straße im Norden, Garten im Süden:

Westflügel Gelenk Ostflügel
Norden (Straße) Funktionszone: Technik, Hauswirtschaft, Vorrat Eingang: Windfang, Garderobe, Gäste-WC Arbeitszimmer als Puffer
Mitte Küche mit Durchgang zur Funktionszone kurzer Flur Bad, Ankleide
Süden (Garten) Essen und Wohnen, Hauptterrasse im Winkel – Schlafzimmer mit Fenstern nach Osten und eigenem kleinem Austritt an der Ostfassade, Kinder- oder Gästezimmer

Das Schema zeigt das Prinzip, kein fertiges Haus: Wohnen und Schlafen liegen in getrennten Flügeln, das Gelenk verteilt, die Funktionszone schirmt zur Straße ab. Die Hauptterrasse liegt geschützt im Winkel vor dem Wohnbereich. Das Schlafzimmer orientiert sich nach Osten und erhält, wenn gewünscht, einen eigenen kleinen Austritt auf der Ostseite – getrennt von der Hauptterrasse, damit abends niemand vor dem Schlafzimmerfenster sitzt. Einen Grundriss für Ihr Grundstück erstellen Planer oder Hersteller; diese Seite ersetzt keine Entwurfsplanung.

Entscheidungsbaum: Welche Bungalowform?

  • Ist das Grundstück eher schmal und tief?
    • Ja. Riegel quer oder längs, Wohnen zum Garten, Schlafen zur Straße mit Funktionszone als Puffer.
    • Nein. Weiter.
  • Ist es breit genug für zwei Flügel nebeneinander?
    • Ja. Winkel: Wohnflügel und Schlafflügel mit Terrasse im Knick.
    • Nein. Kompakter Riegel mit zentralem Kern aus Bad und Technik.
  • Ist Privatsphäre zum Nachbarn wichtiger als ein großer Garten?
    • Ja. U-Form oder Atrium mit Innenhof.
    • Nein. Winkel oder Riegel.
  • Liegt das Grundstück am Hang?
    • Ja. Versetzter Bungalow mit Niveausprüngen oder ein zweigeschossiges Haus mit vollständiger Erdgeschosswohnung – ein Bungalow mit Stufen verliert seinen Hauptvorteil.
    • Nein. Alle Formen möglich.

Grundstück und Bebauungsplan

Der Bungalow braucht mehr Grundfläche als ein zweigeschossiges Haus mit gleicher Wohnfläche. Ob er zulässig ist, entscheiden die Grundflächenzahl, die Baugrenzen und die Abstandsflächen; dazu kommen Vorgaben zu Dachform und Geschossigkeit. Manche Bebauungspläne schreiben zwei Vollgeschosse vor oder schließen Flachdächer aus. Der Bungalow ist dabei ein Haustyp, kein Stil: Ob er kubisch, im Landhausstil oder klassisch wirkt, ist frei wählbar, soweit örtliche Gestaltungsvorgaben es zulassen – mehr dazu unter Hausstile und Gestaltungsvorgaben. Wie Abstandsflächen gerechnet werden, erklärt der Ratgeber Abstandsflächen; das Verfahren beschreibt Baugenehmigung. Prüfen Sie die Werte, bevor Sie eine Form wählen – nicht im Bauantrag. Liegt der Bauplatz am Hang, kann ein Bungalow mit Untergeschoss in Hanglage den Höhenunterschied aufnehmen.

Licht, Dach und Raumhöhe

Ein tiefer Bungalow hat Räume in der Mitte, die weit von der Fassade entfernt sind. Lösungen sind Oberlichter oder Lichtkuppeln über Flur und Bad, ein Innenhof oder eine Form, die die Tiefe begrenzt. Das Flachdach erlaubt Oberlichter überall und gibt dem Bungalow die kubische Form; dafür brauchen Abdichtung, Gefälle und Dachrand eine sorgfältige Planung und regelmäßige Kontrolle, und manche Bebauungspläne lassen es nicht zu. Das Walm- oder Satteldach bietet einen Dachraum als Stauraum, der allerdings ohne Treppe schwer erreichbar ist. Eine leicht erhöhte Raumhöhe im Wohnbereich gleicht die große Grundfläche optisch aus. Wie Flach-, Pult-, Walm- und Satteldach im Vergleich abschneiden und was der Bebauungsplan dazu festsetzen kann, zeigt der Ratgeber Dachformen fürs Haus.

Barrierefreiheit: was der Bungalow mitbringt und was nicht

Der Bungalow bringt die Ebene mit. Barrierefrei wird er durch Details: stufenloser Zugang von Straße und Carport, schwellenlose Übergänge zur Terrasse, ausreichende Türbreiten, Bewegungsflächen in Bad, Küche und Schlafzimmer, bodengleiche Dusche und Bedienelemente in erreichbarer Höhe. Normwerte nennen wir hier nicht; sie stehen mit Quelle im Ratgeber Barrierefrei bauen. Wer ab der Lebensmitte baut, findet die Finanzierungs- und Planungslogik unter Bauen im Alter.

Wohnfläche: der Rechenweg

Räume mit voller lichter Höhe nach § 4 WoFlV → 100 % Wohnfläche; im Bungalow ohne Schrägen gilt das für alle Wohnräume

Terrasse am Wohn- oder Schlafflügel → in der Regel 25 %, mit gesetzlicher Obergrenze

Heizungsraum → nach § 2 Abs. 3 WoFlV als Zubehörraum keine Wohnfläche, unabhängig davon, ob er innerhalb der Wohnung liegt; Abstell- und Kellerersatzräume außerhalb der Wohnung ebenfalls nicht

Weil keine Schrägen abziehen, ist die Wohnfläche im Bungalow nahe an der Grundfläche innen. Die Kehrseite: Jede zusätzliche Wohnfläche braucht ebenso viel zusätzliche Bodenplatte und Dachfläche. Wie viel Fläche eine Familie realistisch braucht, zeigt der Ratgeber Wohnfläche für eine Familie.

Typische Fehler

  • Lange Flure. Ein Schlafflügel am Ende eines langen Gangs kostet Fläche und Wege.
  • Keine Funktionszone. Ohne Keller fehlt der Platz für Technik und Vorrat – er landet in Wohnräumen.
  • Schlafzimmer an der Hauptterrasse. Abends sitzen andere vor dem Fenster; ein eigener kleiner Austritt auf der ruhigen Seite ist die bessere Lösung.
  • Dunkle Mitte. Bad und Flur ohne Tageslicht in tiefen Grundrissen.
  • Form vor Bebauungsplan. Die Wunschform scheitert an Grundflächenzahl oder Baugrenzen.
  • Schwellen zur Terrasse. Die Ebene endet an der Tür.

Checkliste: Bungalow-Grundriss planen

Quellen und Stand

Anrechnung von Grundflächen und Terrassen: § 4 Wohnflächenverordnung auf gesetze-im-internet.de, Abruf Ende Oktober 2026. Raummaße, Bewegungsflächen und Türbreiten nennen wir erst nach Prüfung der Normen; diese Seite beschreibt Zonen und Lagen qualitativ. Die Arbeitsweise steht in der Methodik. Die Zonenlogik aller Grundrisse bündelt der Grundriss-Ratgeber; das Gegenmodell auf schmalem Grundstück zeigt Doppelhaushälfte: Grundriss planen, ein kompaktes Familienraumprogramm Grundriss mit vier Zimmern und einem Bad. Den Überblick über den Hausbau gibt die Startseite.

Nächster Schritt

Der Hausbau-Check ordnet Ihren Bungalow-Wunsch Grundstück, Budget und Lebensphase zu und nennt die nächsten Schritte. Die passende Raumliste mit Flächenspanne erstellt der Wohnflächen-Bedarfsrechner.

Häufige Fragen

Wie teilt man einen Bungalow sinnvoll auf?
In Zonen: Eingang mit Garderobe und Gäste-WC als Gelenk, ein Wohnflügel mit Küche, Essen und Wohnen zum Garten, ein Schlafflügel mit Schlafzimmern und Bad zur ruhigen Seite und eine Funktionszone mit Hauswirtschaft und Technik, die den fehlenden Keller ersetzt. Der Flur sollte Wohnen und Schlafen trennen, ohne zum langen Gang zu werden.
Welche Grundrissform passt für einen Bungalow?
Das hängt vom Grundstück ab. Ein schmales, tiefes Grundstück verträgt einen langen Riegel, ein breites Grundstück einen Winkel mit Wohn- und Schlafflügel, ein großes, eher quadratisches Grundstück eine U- oder Atriumform mit geschütztem Innenhof. Je verwinkelter die Form, desto größer Hüllfläche und Baukosten.
Ist ein Bungalow automatisch barrierefrei?
Nein. Er hat keine Treppe, aber Barrierefreiheit verlangt mehr: schwellenlose Übergänge auch zur Terrasse, ausreichende Türbreiten, Bewegungsflächen in Bad und Küche und einen stufenlosen Zugang von der Straße. Diese Punkte müssen in der Planung und in der Bau- und Leistungsbeschreibung stehen.
Was passt in einen Bungalow mit 100 oder 120 m²?
Das entscheidet weniger die Zahl als Form, Flurlänge und Funktionszone. Legen Sie zuerst das Raumprogramm fest – Zimmer, Bäder, Hauswirtschaft, Technik und Stauraum – und leiten Sie daraus die Fläche ab; erst dann zeigt sich, ob die Zielgröße reicht. Bei kleineren Zielflächen helfen doppelt nutzbare Zimmer, kurze Flure und eine kompakte Lage von Bad und Funktionszone.
Braucht ein Bungalow ein großes Grundstück?
Er braucht mehr Grundfläche als ein zweigeschossiges Haus mit gleicher Wohnfläche. Ob er zulässig ist, entscheiden Grundflächenzahl, Baugrenzen und Abstandsflächen im Bebauungsplan. Prüfen Sie diese Werte vor der Planung, nicht danach.

Fakten-Quellen

Verlinkte Primärquellen zu den Zahlen, Fristen und Sätzen dieser Seite, bei Register-Fakten mit Abrufdatum. Die Einordnung steht im Abschnitt Quellen und Stand.

  1. Wohnflächenverordnung (WoFlV) vom 25.11.2003, § 4 (externer Link, öffnet in neuem Fenster) – abgerufen am 30.10.2026

Kostenlose Ersteinschätzung – sofort auf der Seite, ohne Anmeldung

Hausbau-Check starten