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Einliegerwohnung-Rechner: Trägt die Miete die Mehrkosten?

Einliegerwohnung rechnen: Mehrkosten, Kaltmiete, Zins, Leerstand und Instandhaltung eingeben – Deckungsgrad, Überschuss und KfW-Rahmen mit Quellen.

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Einliegerwohnung-Rechner: Trägt die Miete die Mehrkosten?

Einliegerwohnung rechnen: Mehrkosten, Kaltmiete, Zins, Leerstand und Instandhaltung eingeben – Deckungsgrad, Überschuss und KfW-Rahmen mit Quellen.

Trägt die Miete die Mehrkosten?

Zins und Tilgung der Mehrkosten pro Monatbei 4,42 % Zins und 2,0 % Tilgung
642 €
Mietertrag nach Leerstand pro MonatJahresmiete 0 € abzüglich 0 € Leerstand
0 €
Nettoertrag nach Instandhaltung pro Monat
-100 €
Deckungsgrad der AnnuitätNettoertrag im Verhältnis zu Zins und Tilgung
-16 %
Monatlicher Überschuss oder Zuschuss vor Steuern
−742 €
Steuerwirkung pro Jahr (überschlägig, vor Abschreibung)Verlust nach Abzug der Zinsen kann die Steuer mindern
+1.951 €
Monatlicher Überschuss oder Zuschuss nach Steuern
−579 €
Zusätzlicher KfW-Rahmen für die zweite WohneinheitKfW 297/298, Stufe Klimafreundliches Wohngebäude – deckt 83 % der Mehrkosten
100.000 €
  • ⚠ Die Miete deckt Zins und Tilgung der Mehrkosten nicht vollständig – die Differenz muss aus dem Haushaltseinkommen kommen. Der Tilgungsanteil baut dabei Vermögen auf.
  • ⚠ Vor Abschreibung entsteht ein steuerlicher Verlust aus Vermietung; ob und wie er mit anderen Einkünften verrechnet wird, klären Sie mit der Steuerberatung.
  • ⚠ Die Kaltmiete ist Ihre eigene Annahme; prüfen Sie sie am örtlichen Mietspiegel oder an vergleichbaren Inseraten.

Steuerlich: Mieteinnahmen sind Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung. Zinsen, Instandhaltung und die Gebäudeabschreibung auf den Anteil der Einliegerwohnung sind Werbungskosten. Die Abschreibung ist hier nicht enthalten, weil ihr Satz vom Baujahr und von der Gebäudeart abhängt – sie verbessert das Ergebnis nach Steuern zusätzlich.

Parameter und Quellen dieser Rechnung
  • Bauzins 10 Jahre Sollzinsbindung (Marktwert Interhyp), Stand 15.10.2026: 4,42 % – Quelle, Stand 30.10.2026
  • Anfängliche Tilgung (Startwert, einstellbar): 2 % – Quelle, Stand – (Annahme, in Prüfung)
  • Leerstand und Mietausfall je Jahr (Startwert, einstellbar): 5 % – Quelle, Stand – (Annahme, in Prüfung)
  • Instandhaltung je Jahr (Startwert, einstellbar): 1200 € – Quelle, Stand – (Annahme, in Prüfung)
  • Grenzsteuersatz (Startwert, einstellbar): 30 % – Quelle, Stand – (Annahme, in Prüfung)
  • KfW 297/298: Höchstbetrag je Wohneinheit, Stufe EH 40: 100.000 € – Quelle, Stand 30.10.2026

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Kurz gesagt

Lohnt sich eine Einliegerwohnung finanziell?

Das entscheidet das Verhältnis zwischen den Mehrkosten der zweiten Wohnung und dem Mietertrag, der nach Leerstand und Instandhaltung übrig bleibt. Der Rechner oben setzt die Mehrkosten als Annuität mit dem aktuellen Richtwert für zehnjährige Baufinanzierungen (4,42 %[interhyp.de, 30.10.2026]) an, zieht von der Kaltmiete Leerstand und Instandhaltung ab und zeigt den Deckungsgrad sowie den monatlichen Überschuss oder Zuschuss vor und nach Steuern. Dazu kommt der zusätzliche KfW-Rahmen für die zweite Wohneinheit.

So lesen Sie das Ergebnis

Die erste Zeile ist die Rate, die die Mehrkosten der Einliegerwohnung jeden Monat kosten: Zins plus anfängliche Tilgung. Darunter steht, was von der Kaltmiete nach dem eingestellten Leerstand und der Instandhaltungsrücklage bleibt. Der Deckungsgrad setzt beides ins Verhältnis; die Zeile „Überschuss oder Zuschuss“ zeigt die Differenz in Euro je Monat. Haben Sie einen Grenzsteuersatz eingetragen, rechnet der Rechner zusätzlich überschlägig, wie die Vermietung Ihre Einkommensteuer verändert: Der Mietüberschuss nach Abzug der Zinsen wird belastet, ein Verlust kann entlasten. Die Gebäudeabschreibung ist bewusst nicht enthalten – sie verbessert das Ergebnis nach Steuern zusätzlich, ihr Satz hängt aber von Baujahr und Gebäudeart ab und ist kein Register-Fakt.

Die Mehrkosten entnehmen Sie am besten zwei Angeboten desselben Anbieters: einmal mit, einmal ohne zweite Wohnung. Welche Planungsentscheidungen die Einliegerwohnung eigenständig und vermietbar machen, erklärt der Ratgeber Einliegerwohnung bauen. Ob das Haus mit der zweiten Wohnung noch in Ihr Gesamtbudget passt, prüfen Sie mit dem Hausbau-Budget-Rechner und dem Ratgeber Hausbau-Budget nach Einkommen.

Förderung: Die zweite Wohneinheit zählt

Bei Klimafreundlicher Neubau (KfW 297/298) gilt der Kredithöchstbetrag je Wohneinheit; in der Stufe Klimafreundliches Wohngebäude sind das 100.000 €[kfw.de, 30.10.2026] für jede der beiden Wohnungen. Der Rechner zeigt deshalb, welchen Anteil der Mehrkosten dieser zusätzliche Rahmen abdeckt. Voraussetzung ist, dass das gesamte Gebäude die Förderstufe erreicht und die Einliegerwohnung baurechtlich eine eigene Wohnung ist. Welche KfW-Programme für Ihren Haushalt insgesamt in Frage kommen, prüft der Förder-Kombinator.

Methodik und Parameter

  • Annuität: Mehrkosten × (Sollzins + anfängliche Tilgung) je Jahr, durch zwölf; Vorgabe für den Zins ist der Richtwert aus dem Fakten-Register (monatlich aktualisiert), Tilgung einstellbar.
  • Mietertrag: Kaltmiete × zwölf, abzüglich des eingestellten Leerstandsanteils, abzüglich Instandhaltung je Jahr. Keine Mietsteigerung, keine Nebenkostenumlage.
  • Deckungsgrad: Nettoertrag je Jahr geteilt durch Annuität je Jahr.
  • Steuerwirkung: (Nettoertrag − Zinsen des ersten Jahres) × Grenzsteuersatz; ohne Abschreibung, ohne Progressionseffekte – nur zur Einordnung. Rechtsgrundlage: Mieteinnahmen sind Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung nach § 21 EStG, Schuldzinsen und Erhaltungsaufwand Werbungskosten nach § 9 EStG.
  • KfW-Rahmen: Höchstbetrag je Wohneinheit der Stufe Klimafreundliches Wohngebäude aus dem Register, als zusätzlicher Rahmen für die zweite Wohneinheit.
  • Startwerte für Tilgung, Leerstand, Instandhaltung und Grenzsteuersatz sind redaktionelle Annahmen, in der Parameter-Liste des Rechners als solche gekennzeichnet und frei änderbar. Die Regeln des Registers stehen in der Methodik.

Parameter des Rechners

Parameter Wert
Sollzins, Vorgabe (zehnjährige Baufinanzierung, Richtwert) 4,42 %
KfW 297/298, Höchstbetrag je Wohneinheit, Stufe EH 40 100.000 €

Grenzen des Rechners

Der Rechner bewertet nur die zweite Wohnung, nicht das ganze Haus, und ersetzt keine Steuer- oder Finanzierungsberatung. Er rechnet mit konstanter Miete und konstantem Zins über die Zinsbindung hinaus; Mietanpassungen, Anschlusszinsen und größere Sanierungen nach vielen Jahren bleiben außen vor. Verändern Sie Leerstand und Instandhaltung bewusst nach oben, um zu sehen, wie robust das Ergebnis ist. Banken rechnen Mieteinnahmen bei der Bonitätsprüfung meist nur anteilig an; ob Mieteinnahmen Ihre Finanzierung tatsächlich tragen, klärt die Ersteinschätzung im Hausbau-Check.

Häufige Fragen

Warum gibt der Rechner keine Kaltmiete vor?
Weil Mieten je Ort, Lage und Ausstattung so unterschiedlich sind, dass jeder Vorgabewert falsch wäre. Lesen Sie den Wert aus dem örtlichen Mietspiegel oder aus vergleichbaren Inseraten ab und tragen Sie ihn selbst ein.
Was bedeutet der Deckungsgrad?
Er setzt den Mietertrag nach Leerstand und Instandhaltung ins Verhältnis zu Zins und Tilgung der Mehrkosten. Deckt der Ertrag die Rate nicht vollständig, zahlen Sie monatlich zu; der Tilgungsanteil baut dabei trotzdem Vermögen auf.
Wie wirkt sich die Vermietung steuerlich aus?
Mieteinnahmen sind Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung. Zinsen, Instandhaltung und die anteilige Gebäudeabschreibung sind Werbungskosten. Der Rechner zeigt die Wirkung über Ihren Grenzsteuersatz überschlägig und ohne Abschreibung, weil deren Satz vom Einzelfall abhängt.
Erhöht die Einliegerwohnung den KfW-Förderrahmen?
Bei Klimafreundlicher Neubau (KfW 297/298) gilt der Kredithöchstbetrag je Wohneinheit. Eine baurechtlich abgeschlossene Einliegerwohnung ist eine zweite Wohneinheit, sofern das ganze Gebäude die Förderstufe erreicht.

Quellen

  1. gesetze-im-internet.de (externer Link, öffnet in neuem Fenster)
  2. gesetze-im-internet.de (externer Link, öffnet in neuem Fenster)
  3. Interhyp – Zins-Charts (Sollzins 10 Jahre, Stand 15.10.2026) (externer Link, öffnet in neuem Fenster) – abgerufen am 30.10.2026
  4. KfW – Klimafreundlicher Neubau – Wohngebäude (297, 298) (externer Link, öffnet in neuem Fenster) – abgerufen am 30.10.2026

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